Tierfotografie Michael Weirauch
TierfotografieMichael Weirauch

An einem Tag im Februar.

 

 

Es war einer der ersten Tage im Februar. Mit Fotokamera, Stativ und guter Laune machte ich mich auf den Weg. Heute war das Wetter und das Licht so das man hoffen konnte zu recht guten Ergebnissen zu kommen. Die Wochen und Monate zuvor waren für Vorhaben dieser Art überhaupt nicht geeignet. Das Wetter war bis jetzt sehr launisch. Der Herbst und der bisherige Winter waren trüb, stürmisch und mitunter recht kalt. Alles in allem kein Wetter um sich Stundenlang draußen hinzusetzen. Mein Plan war Rehe oder Füchse zu fotografieren. Jetzt um die Mittagszeit standen meine Chancen recht gut. Die Sonne schien und das mögen nicht nur wir Menschen, auch Rehe wärmen sich zu dieser Jahreszeit gern in der Mittagssonne auf. Da sie sowieso oft äsen gehen nutzen sie gern die wärmende Sonne um das angenehme mit den nützlichen zu verbinden. Auch der Fuchs liebt es in der Sonne zu liegen und nach einen Mal zu dösen. So hoffte ich Rehe vor die Kamera zu bekommen und vielleicht hatte Meister Reinecke Hunger und zog umher um die eine oder andere Maus zu erhaschen.

Schon auf den Weg zur Leiter sprang vor mir ein Reh ab. Leider konnte ich nicht feststellen ob es eine Ricke oder ein Bock war. Jetzt im Februar sind die alten Böcke im Bast, was heißt- sie sind dabei ihr neues Geweih zu schieben. Ab März wird dann das neue Geweih gefegt, denn der Bast welcher das Geweih umgibt wird nun nicht mehr benötigt. Seine Aufgabe Nährstoffe in seinen Blutbahnen zu transportieren hat er erfüllt. Er trocknet ein und der Rehbock scheuer ihn an Bäumen ab. Jetzt kann er sein neues Geweih der Damenwelt und seinen Konkurrenten präsentieren.

Auch der Fuchs ist zur jetziger Jahreszeit sehr fotogen. Sein Winterpelz ist ausgesprochen dicht behaart und schön flauschig. Man möchte, wenn man könnte, den Fuchs mal so richtig den Pelz knuddeln.

Das waren meine Gedanken als ich die Leiter hochstieg. Der Wind blies heftig und ich zog mir von der Pelzmütze die Ohrenklappen herunter und den Jackenkragen hoch.

Nach einer kleinen Weile nahm ich das Mauspfeifchen um Meister Reinecke zu locken. Vielleicht hatte ich Glück und es funktioniert.

Wie lange ich nun schon saß kann ich nicht mehr sagen als ich gegenüber am Waldrand Bewegung wahrnahm. Gerade wenn die Sonne so scheint hat man manchmal Glück und der weiße Spiegel der Rehe reflektiere die Sonne wie ein Spiegel. Ja, ein Blick durch das Fernglas verriet mir, dort drüben sind Rehe. Drei bis vier Tiere konnte ich ausmachen, wobei einer ein Bock war. Schnell alles fertig machen damit man dann ruhig sitzen bleiben kann, denn Rehe sind Bewegungsseher. Jede kleine Bewegung wird wahrgenommen und bei bestehender Gefahr abgesprungen.

Immer und immer wieder hoffte ich das die Rehe über das angrenzende Feld zu mir herüber kommen würden. Aber statt dessen legten sich einige Tiere hin, andere ästen weiter am Waldrand. Langsam tat mir der Arm weh vom viele Fernglas halten. Als ich nun des Glas absetzte saß vor mir, direkt unter der Leiter am Feldrand, ein Fuchs.

 Er schaute mich an als wolle er sagen" Was bist du denn für einer?" Mir schossen ganz andere Gedanken durch den Kopf. Denn in meiner Hand hatte ich das Fernglas und meine Fotokamera lag neben mir im Fotorucksack. Langsam legte ich das Glas ab und griff in den Rucksack. Ich wusste ich werde nur einen Versuch haben. Auf meine Bewegung wird der Fuchs sofort mit Flucht reagieren. Vorsichtig die Kamera hochnehmen und dann den Auslöser durchdrücken, das war mein Plan. Wie ich gedacht hatte so reagierte der Fuchs. Kaum war das erste Klicken des Auslösers zu hören ergriff er die Flucht. Nicht unbedingt panisch aber eher zielstrebig. Nach ein paar Sätzen drehte er sich um und entschwand im Wald. Die Rehe am anderen Waldrand waren inzwischen auch verschwunden, Wahrscheinlich lagen sie nieder und wiederkäuten ihr Futter.   

Ich packte alles zusammen denn langsam nahm mich die Kälte ein und das ich jetzt noch Anblick haben würde  war sehr unwahrscheinlich. Vielleicht später, wenn die Rehböcke durchs Revier ziehen und ihre Grenzen markieren oder die jungen Füchse in der Sonne vor ihren Bau spielen wollte ich es wieder versuchen die Bewohner des Waldes vor meine Kamera zu bekommen

Bild und Text: Michael Weirauch

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